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2009

Rundschau

vom 30.Juni 2009

Garage für einen Tag Trödelladen

Von THOMAS HEINEMANN, 30.06.09, 07:09h

Hunderte Besucher aus dem Umland besuchten am vergangenen Sonntag den ersten Garagen-Flohmarkt im Lohmarer Naafbachtal. Unter der Regie von Peter Flier von der SPD Lohmar nahmen...

LOHMAR. Hunderte Besucher aus dem Umland besuchten am vergangenen Sonntag den ersten Garagen-Flohmarkt im Lohmarer Naafbachtal. Unter der Regie von Peter Flier von der SPD Lohmar nahmen mehr als 80 Teilnehmer am kostenlosen Flohmarkt vor der jeweils eigenen Haustür teil. Mit roten Luftballons und Hinweisschildern an den Hauptstraßen hatte Flier die Besucher zu den Freizeittrödlern gelotst, und das mit großem Erfolg: „Es gab keinen, der nicht zufrieden war“, betonte Flier. Schnell haben viele Teilnehmer mit dem Trödel ihre Urlaubskasse aufbessern können. Auch Uwe Sonntag zögert nicht lang. „Die Preise hier sind zu sehr vernünftig - das verdirbt einem ja fast den Spaß oder die Grundlage zum Handeln“, weiß der Flohmarktprofi, der seit Jahren Floh- und Trödelmärkte in der Region besucht und vom neuen Angebot im Lohmarer Naafbachtal vollends begeistert war. Er hatte in der Rundschau-Beilage „Tipps und Termine“ vom Flohmarkt in Lohmar erfahren und hat nicht als einziger die Anfahrt aus der Domstadt ins Naafbachtal gewagt. „Ich bin wirklich angenehm überrascht. Die meisten Leute hier gehen nicht regelmäßig auf Flohmärkte. Beim Entrümpeln von Kellern und Dachböden kommt dann so manches Schätzchen zu Tage“, so Uwe Sonntag, der mit neuwertiger Suppenkelle und kleinem Beistellregal den Flohmarktstand von Josefa und Jürgen Morich in Hausen verließ. Auch Josefa Morich ist zufrieden. Persönliches, aber auch gar originalverpackte oder ungenutzte Dinge aus dem Nachlass der Mutter reihen sich auf ihrem Tapeziertisch. „Erst habe ich gedacht, es kommt gar keiner. Aber jetzt kommen immer mehr Leute.“ Und wer erstmal hierher gekommen sei, der will ja nicht mit leeren Händen nach Hause gehen, ergänzt ihr Mann Jürgen. Ähnlich sieht es Brigitte von Borstel aus Kreuznaaf. Nicht unerfahren im Flohmarkt-Business hat sie schon am Vorabend die Garage mit Kaffeemaschine und Musik ausgestattet. Die ersten „professionellen Flohmarktjäger“ waren schon um sieben Uhr in der Früh auf ihrem Hof. „Ich hatte Dinge, bei denen man denkt: In die Tonne oder spenden?“ Und kämen Leute und sagten: „Ja, genau das habe ich immer gesucht!“ Die Vorteile des Garagenflohmarktes liegen für sie auf der Hand: „Man hat wenig Aufwand, es ist direkt vor der eigenen Tür, und man sieht die Nachbarn auch mal wieder.“ Und man zahle keine Standgebühren und müsse nicht um den perfekten Standplatz ringen, wie Martin Schmitz und Ira Metzmacher wissen. „Wenn man keine Lust mehr hat, es anfängt zu regnen oder die Käufer ausblieben packt man einfach wieder ein.“ „Am liebsten könnte der Flohmarkt vier mal im Jahr sein“, findet Ira Metzmacher. Doch Organisator Peter Flier erteilt vorerst eine Absage: „Der Garagenflohmarkt soll zunächst einmal im Jahr stattfinden. Geplant ist für nächstes Jahr der letzte Sonntag vor den Sommerferien. Dann können die Leute mit dem Geld ihren Urlaub verschönern.“

stadtecho

vom 03.Juli 2009

Der wohl längste Flohmarkt Deutschlands...

Garagenflohmarkt über 8 km Länge

dk/ Eine klasse Idee und ein riesiger Erfolg war der Garagen-Flohmarkt der Ortschaften von Kern bis nach Kreuznaaf, initiiert von Kommunalwahlkandidat der SPD, Peter Flier. Schon bereits morgens um 8.00 Uhr strömten die Menschen zu Fuß, per Fahrrad oder Auto durch die Dörfer und suchten nach echten Schnäppchen - immer mit der Nase im Wind um die roten Luftballons, das Kennzeichen der teilnehmenden Haushalte, nicht zu übersehen. Besonders erholsam war die Tatsache, dass es sich hier um einen rein privaten Flohmarkt gehandelt hat, ohne kommerzielle Neuware oder die obligatorischen Futterkrippen. Omas alter Schmuck, der nicht mehr getragen wird, das eine oder andere liegen gebliebene Geschenk, Fehlkäufe oder reinweg Dinge, die man über die Jahre immer wieder in die Ecke legte mit der Überlegung, sie doch mal wieder gebrauchen zu können - und dann doch vergaß. Die Tische waren voll mit Schätzen. Jeder konnte hier was finden und überall wurde geschmökert, gehökert, betrachtet und beachtet. Winzige Kleinode oder große, liebenswerte Dinge - vieles fand neue Besitzer. Aber tatsächlich war das Zwischenmenschliche, das Kennenlernen, neue Freunde zu finden und einfach nur die Kommunikation untereinander vordergründig. Eine wunderbare Sache. Lohmar und seine Ideen ist einfach nur liebenswert.

 
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